Pass auf!

Da muss man nicht viel zu sagen oder schreiben.
Einfach nur wahr und direkt…

Bananenpudding

Nur zu denken
Ideen zu haben
Kritik zu üben
Zu hinterfragen
Diskussionen halten
Zu demonstrieren
Macht dich nicht zu einem Terroristen


Über Leichen zu gehen
Jegliche Kritik an deiner Idee nicht anzuhören
Nicht weiter zu denken
Nicht weiter zu hinterfragen
Das Menschliche verlieren
Den Humanismus verraten
innerlich zu versteinern
Zu Morden und zu töten
Sich nicht weiterentwickeln
Das macht dich zu einem Terroristen

Jede Idee kann die Welt verändern, jede Idee kann aber auch die Welt und die Freiheit zerstören!

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Schwebender Zustand…

Meine Hand hält immer einige Zentimeter über dem Geländer an. Niemals fasse ich es an. Schwebend gleitet sie über der Möglichkeit hinweg, sich festhalten zu können. Aber nur abwärts, niemals aufwärts. Ich gleite hinab. Immer mit der Möglichkeit, mich festzuhalten. Ich sicher mich ab. Vor dem möglichem Sturz, dem eventuellem Stolpern… dem riskanten Wegrutschen. Die Stufen als Hindernis… oder Möglichkeit, hinabzuhuschen, elfengleich schwebend. Und manchmal frage ich mich, ob diese Geste eine Geste meines Lebens ist….

Heute und Morgen und wieder Morgen…

Es gibt Zeiten, in denen man Angst hat, das zu sein, was man ist. In denen man sich fürchtet, in den Spiegel zu sehen. Du siehst dir in die Augen und erblickst die tiefsten Abgründe der Menschheit. Die ganze Geschichte unseres Daseins steckt in diesem einen Augenblick der Spiegelung deiner Selbst. Ja, du bist ein Teil davon. Du bist ein Mensch…. und damit verdammt.

Verdammt, ein Spiel aus Macht, Intrigen und Geld ertragen zu müssen. Immer die vorderste Position zu halten im Wettkampf der Gesellschaft. Du musst Schritt halten mit der Zukunft, auch wenn sie vor dir herrennt. Zu langsam gilt nicht; wer langsam ist, ist faul und nicht wert, das Spiel spielen zu können. Wer fällt, wird zertrampelt. Wer ehrlich ist, wird hinterrücks erdolcht. Wer ehrlich liebt, wird betrogen.
Macht dir das Angst? Siehst du es nicht in deinen Augen, wenn du in den Spiegel blickst? Schau genau hin und ich stoß dir die Scherben in die Stirn…

Dann siehst du die Machtlosigkeit, die dich übermannt und zusammenbrechen lässt. Die Hoffnungslosigkeit… nein mein Freund, du bist kein Großer dieser Welt. Da oben sind die Puppenspieler und sie haben so schön die Fäden um dich herumgesponnen. Und wenn du marode bist und ausgedient hast, werfen sie dich weg. Ist es nicht so? Spielen wir nicht unsere Rolle in dieser längst zerbrochenen Fassade, die sich Welt schimpft?

Ich sehe mit Unheil eine Zukunft vollgestopft mit Angst, Machtlosigkeit, hoffender Hoffnungslosigkeit und einem ewigen Fall nach unten. Es steht geschrieben in meinem Blick, den mir der Spiegel zuwirft. Weil ich weiß, dass der Mensch sich nicht ändern wird. Weil er stets egoistisch seinen Weg gehen wird, ganz gleich, wer oder was sich dazwischen stellt. Was will er wohl erreichen? Was könnte ihn vollends glücklich machen? Fragen und Fragen, deren Antwort mir mein Blick nicht gibt. Und ich merke, dass ich es nicht will. Nicht so ein Mensch sein…

Und gerade jene anderen, die so denken, haben es am Schwersten….

Erste Nebel steigen auf…

Melancholie.
Weltschmerz.

Kannst du in mich, in dich, in uns sehen? Kannst du sehen, was uns, was mich, was dich bewegt? Weißt du um den Schmerz, der mich, der uns, der dich umgibt? Was weißt du über die Wunden, die wir, die du, die ich trage? Was weißt du, was weiß ich über die Heilung derer? Siehst du, wie ich blute? Siehst du die Kratzer und Narben? Was siehst du, was ich nicht sehe? Was sehe ich, was du nicht weißt? Was können wir wissen von den Dingen, die um uns herum geschehen und so aussichtslos erscheinen, so unveränderbar?
So viele Fragen. Sie verrücken, zerstückeln, erschöpfen deinen Kopf, meine Nerven, deine Geduld, meine Aufmerksamkeit gegenüber der Welt.
Nebelgleich durchzogene Gedanken, blitzartige Einfälle, zermarternde Bilder und immerzu die Fragen, die nicht enden wollen. Die einfach da sind.

Melancholie.
Weltschmerz.

Wie kannst du mich verstehen, wenn ich es nicht kann? Wie kann ich verstehen, dass niemand es je sehen kann? Wie weit wird dieses Spiel gehen, bis wir verrückt werden in der Spirale des Suchens. Die Suche ohne Sinn. In Scherben findet sich nie das Ganze, es wird immer ein Teil fehlen. Immer zu wenig, trotz Bemühen. Es ist niemandes Schuld, auch wenn man sie zu gern an jemanden dran-etikettieren möchte.  Die eigene Schuld im Selbstmitleid, die Schuld an dir im Egoismus, die Schuld an die anderen im Weltschmerz…

Melancholie.

Sand und Wind

Da zerrinnt sie zwischen meinen Händen, fließt hinab an meinen Fingern gen Boden. Wie fadenscheinig das ganze doch war…dieses Licht der Hoffnung, dieses Bild gefüllt mit Träumereien. Voller bunter Farben schien das, was kommen würde und nun schaue ich auf grau-schwarze Flecken auf meinen Zehen und weiß nicht, wohin den Fuß als nächstes zu setzen.
Zukunft…? Noch bevor die Zukunft Gegenwart wurde war es Verheißung und Hoffnung. Und nun bleibt ein großes Fragezeichen. Man sieht sich um und fragt, was nun kommen wird. Was wird sein?

Morgen, morgen…und wieder morgen. Der Staub zwischen meinen Fingern von gestern wird zum Kieselstein im Fluge und fällt zu Boden als feiner Sand der Zukunft. In ihm die Spuren zu lesen für das, was kommen mag….so viel angenehmer als die Tatsache, das blanke, harte Gestein der Gegenwart. Nein, ich will nicht ins Jetzt schauen, ich will wissen, was morgen ist.

Frei…erst einen Tag in der Freiheit und schon setzt sich dieser bittere Geschmack auf meine Zunge. Dinge ändern sich, werden sich ändern und wieder ändern. Nichts bleibt, wie es ist. Abgedroschene Phrasen, die einem über den Kopf gehauen werden, damit sie auch bleibend in Erinnerung bleiben. Damit man wenigstens eine abmildernde Aussage hat für die plötzliche Erkenntnis, dass man nun wieder seine Zukunft gestalten muss und sich nicht ausruhen kann.
Es wird Zeit, wieder aufzustehen und manchem macht das Angst.

Und ich? – Ich harre der Dinge und will eigentlich genießen. Will auftanken und erholen. Will…und kann nicht, da ich meine Ohren spitzen muss, aufmerksam lauschend in den sausenden Wind um mich herum. So viel Furcht um mich herum, so viele Salzsäulen, die steif erstarrt die Zukunft anstarren. Vor Ehrfurcht den Hügel zum Gebirge deklariert… Ich lausche und versuche zu verstehen, woher der Wind kommt, wie diese Furcht enstehen konnte. Hoffend, nicht angesteckt zu werden…

Wie einfach es doch ist, sich der Angst hinzugeben und alles ins Grau-schwarze Licht zu rücken, dich dabei in den Sand zwischen deinen Zehen einkrallend. Und dabei ist der Berg gar kein Berg…und selbst wenn…irgendwo da oben wartet der Regenbogen auf dich.

Ich kann das nicht wissen…ich kann es nur hoffen.

Goldfisch

Stumm abgeschirmt, im Glase vor der Welt.
Dumpf und unwirklich die Töne am Ohr, rauschend, murrend, hallend.
Goldfisch im Glase…

Manchmal, da fühle ich mich wie so ein Fisch.
Abgeschirmt von dem, was um mich herum geschieht, begreife ich nicht, was geschieht. Ich höre die Leute reden, doch ich weiß nicht, was sie sagen. Ich sehe sie lachen und weiß nicht, was so spaßig ist. Sie sind so weit entfernt für mich und stehen doch direkt vor mir.
Wie ein Fisch im Glas.
Fehlt nur, dass sie an die Glasscheibe tippen…
Und ich drehe meine Runden im Glas und höre diese Geräusche an meinem Ohr. Dieses Lachen,
diese Stimmen.
Ich drehe mich um mich selbst und sehe, wie sie sich verrenken, wie sie sich bewegen, hüpfen, rollen… Und kann es schlichtweg nicht nachmachen.

Ich bin ein Goldfisch im Glas.
In meiner eigenen Welt.
Wieviele Welten gibt es? Hast du sie schon einmal gezählt?

Goldfisch im Glas. Wie in den amerikanischen Filmen. Trostlose runde Kugeln, vollgefüllt mit Wasser, in denen einsam ein Fisch seine Runden dreht.
Abgeschirmt von der Welt, auf der Suche nach Seinesgleichen.
Hoffend hoffnungslos…die Glasscheibe ist unüberwindbar. Springen dein Tod. Zwei Welten, die nicht zueinander passen, zwischen den Scheiben.
Risse im Glas ein schleichender Prozess. Anpassung gescheitert. Du kannst einfach nicht die gleiche Luft atmen wie sie…

Immer anders,…
nicht anpassungsfähig,…
inkompatibel.

Wann verirrt sich jemand in meine Welt?

Aus dem Nachtschrank entstaubt

Schmelzende Identitäten
auf dem Beton,
dampfende Walzen zerdrücken,
verwischen,
verwirren.
Zähflüssige Gesichter
schreien und weinen.
Träumen von gestern.
Weggewischte Fingerabdrücke
im Ruß an der Wand…erzähl mir wer du warst.

(verfasst am 11.06.12)

Im Nachhinein erkenn ich doch, dass mein letztes Jahr, also wirklich das letzte und nicht dieses gerade (!), schlichtweg echt…beschissen war. Wer eine fundierte Analyse zur Assoziation des Künstlers liefert, erhält Ruhm und Anerkennung im nächsten Leben. Es lebe das Karma…